ME Against Racism – Festival ’22

3 Tage Rock, Hip-Hop und Austausch gegen Rassismus

Zum zweiten Mal veranstaltet die Stadt Mettmann in Kooperation mit dem Kreisintegrationszentrum Mettmann, dem Verein Stage ME, der Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und vielen weiteren Akteuren das Festival „ME against racism“.

Nach der Premiere 2019 in der Neandertalhalle wird das Festival diesmal als Open-Air-Veranstaltung vom 9. bis 11. September auf dem Bolzplatz des Konrad-Heresbach-Gymnasiums stattfinden.

Zusammen feiern wir und setzen ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt. Wir haben keinen Bock auf Rassismus und alle anderen Formen der Diskriminierung! Doch leider betrifft Rassismus uns alle!

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Am Freitag wird daher laut gegen Diskriminierung gerockt: Neben den Lokalmatadaronen wie etwa Remember Aldrin ist der Hauptact des Abends  Doctor Krapula aus Kolumbien, eine der wichtigsten und einflussreichsten Rockbands Lateinamerikas, die bereits seit 25 Jahre gegen Rassismus und Diskriminierung kämpft.

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Hip-Hop und startet ab 11 Uhr mit einem HipHop Dance Contest, der von einer Expertenjury bewertet wird. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern gibt es Preise und Urkunden. Anmeldungen sind auf der Festival-Homepage möglich. Nach dem Wettbewerb treten namhafte HipHop-Bands und Künstler aus ganz Deutschland auf.

Zum Abschluss des Festivals am Sonntag ab 12 Uhr werden Rassismus und LGBTQ in Talks und Lesungen beleuchtet und die Künstler*in Phoenix wird aus ihrem selbst erstellten Gedichtband zum Thema LGBTQI* vortragen. Das Festival endet schließlich mit einer Lesung von Kutlu Yurtseven aus dem Buch über die Microphonmafia. Der Eintritt am Sonntag ist frei.

An allen drei Tagen werden das Kreisintegrationszentrum sowie die Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus des Kreises Mettmann mit  Informationsständen vertreten sein. Das Festival wird im Rahmen des Landesprojektes NRWeltoffen durchgeführt und setzt ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung

Antirussische Ressentiments

Beratungsstelle berät Betroffene antirussischer Ressentiments

Seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine gibt es vermehrt Meldungen über Anfeindungen gegen Menschen, die als russisch wahrgenommen werden. Betroffene berichten von Beleidigungen, persönlichen Bedrohungen bis hin zu vereinzelten Gewalterfahrungen. Die Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus bietet den Menschen einen Raum, um über Ihre Erfahrungen zu sprechen und berät zu den Möglichkeiten, gegen Diskriminierungen vorzugehen und begleiten Sie in diesem Prozess.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine wird von der Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus aufs Schärfste verurteilt und abgelehnt und Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine gezeigt und gelebt.  Die Ablehnung eines völkerrechtswidrigen Krieges, die die überwältigende Mehrheit vor Ort teilt, sollte nicht zur Verbreitung von Stereotypen und diskriminierendem Verhalten führen, die an eine existierende Tradition von antirussischen und antislawischen Ressentiments in Deutschland anknüpfen. Russischsprachige Menschen leben im Kreis Mettmann selbstverständlich als Teil unserer Gesellschaft. Es darf daher nicht zu einer pauschalisierenden Verantwortung für den Krieg kommen, in die Leute genommen werden, die damit letztlich nichts zu tun haben.

Auch in Schulen ist die Behandlung des Krieges ein emotionales Thema, das Schülerinnen und Schüler sehr beschäftigt. In diesem Bereich ist es ebenso wichtig, dass als russisch wahrgenommene Kinder und Jugendliche nicht in die Pflicht genommen werden, Stellung zum Handeln der russischen Regierung zu beziehen und sie für das Handeln der russischen Regierung verantwortlich zu machen und somit auszugrenzen. Die Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus bietet dazu individuelle Workshop-Angebote in Schulen an.